Mehr als 1.000 Kilometer Küste umgeben Korsika, und nach Angaben von Wikipedia besteht rund ein Drittel davon aus Stränden, der Rest ist felsig. Die Strände unterscheiden sich von Region zu Region deutlich: feiner weißer Sand im Süden, grobe Steine am Cap Corse, lange flache Strände an der Ostküste. Diese Übersicht sortiert die bekanntesten Strände nach Region.
Süden: Porto-Vecchio und Bonifacio
Die Gegend um Porto-Vecchio gilt als Hochburg der bekanntesten Strände Korsikas. Auf der Chiappa-Halbinsel liegt mit Palombaggia der wohl meistfotografierte Strand der Insel: eine rund zwei Kilometer lange Badebucht, von einem Pinienwäldchen gesäumt, mit roten Felsen, die das türkisfarbene, klare Wasser einrahmen. Vor der Küste liegen die unter Naturschutz stehenden Iles Cerbicale, auf denen tausende Krähenvögel nisten, die gesamte Inselgruppe ist Naturschutzgebiet. Etwas südlich schließt sich die Plage de Santa Giulia an, ein ebenfalls weißer Sandstrand mit kristallklarem, blau und türkis schimmerndem Wasser an einer geschützten Lagune. Den Abschluss dieser Küste bildet die fast kreisförmige Baie de Rondinara, an der sich laut Wikipedia auch einer der Stützpunkte eines Wassersportzentrums befindet. Die Chiappa-Halbinsel selbst schirmt den inneren Golf von Porto-Vecchio nach Süden und Osten ab, an ihrem nördlichsten Punkt steht seit 1845 der Leuchtturm Pointe de la Chiappa, der laut Wikipedia 16 Meter hoch ist und dessen Licht rund 43 Kilometer weit reicht. Von dort reicht der Blick über die Bucht von Stagnolo, den kleinen Golfo di Sogno und die Landzunge des Badeorts San Ciprianu; rund um den Leuchtturm selbst liegt zudem eine Nudisten-Anlage im Club-Stil mit Bungalows und Campingplatz. Weiter östlich, zwischen Porto-Vecchio und Bonifacio, liegen zudem der Golf von Santa Manza sowie die Strände Calalonga und Plantarella.
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Westküste: Ajaccio bis Golf von Porto
Die Westküste ist überwiegend felsig und von schmalen, kurvigen Straßen geprägt, die laut Wikipedia zum Teil nicht für Wohnmobile geeignet sind. Rund um Ajaccio gibt es dennoch Sandstrände: Das gesamte südliche Ufer der Stadt ist nach Angaben von Wikipedia von einem Boulevard gesäumt, der sich rund 10 Kilometer bis zur Landspitze Pointe de la Parata zieht und an dem sich sandige Badestrände aneinanderreihen. Von der Pointe de la Parata, die von einem genuesischen Wachturm überragt wird, eröffnet sich ein Rundblick auf den Golf von Ajaccio und die vorgelagerte Inselkette der Îles Sanguinaires. Ein Wanderpfad führt von dort weiter nördlich über die Klippen durch die Macchia-Vegetation zu abgelegeneren Badestränden und zum Leuchtturm am Capo di Feno. Weiter nördlich, rund um den Golf von Porto, weicht der Sand zunehmend den steilen Felsen der Calanche de Piana und des Naturschutzgebiets Scandola. Der Küstenort Porto selbst hat einen kleinen Strand direkt an der Flussmündung, umgeben von großen Eukalyptusbeständen. Details zu den Felsformationen der Region stehen auf der Seite Sehenswürdigkeiten.
Balagne und Désert des Agriates
In der Balagne, der Region zwischen Calvi und L’Île-Rousse, liegen mehrere Küstenorte mit eigenen Stränden, etwa Algajola mit seiner kleinen Zitadelle direkt am Wasser. L’Île-Rousse selbst verdankt seinen Namen den roten Porphyrfelsen der vorgelagerten Île de la Pietra, die über einen Damm mit der Küste verbunden ist. Laut Wikipedia ist die Küste der Gemeinde bis auf den Sandstrandabschnitt Plage du Caruchettu im Osten überwiegend felsig und steil. Östlich der Balagne, zwischen Saint-Florent und der Balagne, erstreckt sich das kaum besiedelte Désert des Agriates, eine wilde Küstenlandschaft mit einsamen Buchten. Saint-Florent selbst liegt laut Wikipedia am gleichnamigen Golf zwischen dem Désert des Agriates und dem Cap Corse, das wegen seines mediterranen Flairs auch „das korsische Saint-Tropez“ genannt wird, hat nach Angaben von Wikipedia zwei Strände in Ortsnähe.
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Ostküste
Die Ostküste zwischen Bastia und Solenzara ist der einzige wirklich ebene Küstenabschnitt Korsikas und laut Wikipedia bis zu 10 Kilometer breit. Hier liegen lange, flache Sandstrände, dahinter haben sich an mehreren Stellen Lagunen gebildet, die für den europäischen Vogelzug wichtig sind: Zwischen Oktober und März lassen sich dort nach Angaben von Wikipedia große Schwärme von Wasser- und Watvögeln beobachten, darunter seltene Arten wie der Große Brachvogel und die Bekassine. Bis in die 1950er Jahre war die Malaria an diesem Küstenabschnitt laut Wikipedia noch ein großes Problem, weshalb die Ebene traditionell nur dünn besiedelt war, obwohl sie landwirtschaftlich ergiebig ist. An der Ostküste gibt es zudem, südlich des Leuchtturms Phare d’Alistro und südlich von Porto-Vecchio, mehrere FKK-Urlaubsanlagen und -Strände.
Cap Corse
Die Strände am Cap Corse unterscheiden sich deutlich von denen im Süden der Insel. Statt hellem Sand liegen hier meist kleine Steine oder Kies, die Buchten sind kleiner und die Küste steiler. Besonders bekannt ist der Strand von Nonza: Auf einer Länge von über einem Kilometer erstreckt er sich unterhalb des gleichnamigen, auf einem 165 Meter hohen Felsen gelegenen Dorfes. Die graugrüne Farbe der Steine stammt laut Wikipedia vom Mineral Serpentinit, das früher in einem heute geschlossenen Asbestbetrieb in der Nachbargemeinde Canari abgebaut wurde. Eine Steintreppe mit über 1.000 Stufen führt vom Dorf zum meist menschenleeren Strand hinunter.
Foto: Nacaru, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wassersport an den Stränden
Viele der genannten Strände sind zugleich Ausgangspunkte für Wassersport: An der Baie de Rondinara liegt laut Wikipedia einer der Stützpunkte eines Wassersportzentrums, an der Westküste rund um Ajaccio und am Golf von Porto starten zudem zahlreiche Ausflugsboote zu den vorgelagerten Inseln und Naturschutzgebieten. Einen Überblick über Wandern, Tauchen, Segeln und Surfen auf der gesamten Insel bietet der Beitrag Aktivurlaub auf Korsika.
Zugang und Besonderheiten
Nach korsischer Tradition sind die Strände der Insel öffentlich zugänglich, größere Hotelkomplexe in ausländischer Eigentümerschaft direkt am Strand sind laut Wikipedia die Ausnahme. Insgesamt werden rund 38 Prozent aller Häuser und Wohnungen auf Korsika nach Angaben von Wikipedia als Zweitwohnung genutzt, ein Wert, der deutlich über dem französischen Durchschnitt liegt und sich auch an den Küstenorten mit den bekanntesten Stränden bemerkbar macht. Wer mit dem Mietwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, sollte vor allem an der Westküste und im Gebirge mit engen, teils einspurigen Straßen rechnen, an der flachen Ostküste ist die Verkehrssituation nach Angaben von Wikipedia deutlich entspannter. Weitere Hintergründe zur Natur der Insel, etwa zur Macchia-Vegetation entlang der Küste, liefert der Beitrag Korsikas Flora, Hinweise zur besten Reisezeit für einen Strandurlaub stehen auf der Seite Korsikas Klima.
Häufige Fragen
Welche sind die bekanntesten Strände im Süden Korsikas?
Rund um Porto-Vecchio liegen mit Palombaggia, Santa Giulia und der fast kreisförmigen Bucht Rondinara einige der bekanntesten Strände der Insel, alle mit hellem Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser.
Warum ist der Strand von Nonza grau statt sandfarben?
Der über einen Kilometer lange Strand von Nonza am Cap Corse besteht aus kleinen, graugrünen Steinen. Laut Wikipedia stammt die Farbe vom Mineral Serpentinit, das früher in einem inzwischen geschlossenen Asbestbetrieb in der Nachbargemeinde Canari abgebaut wurde.
Gibt es FKK-Strände auf Korsika?
Ja. Laut Wikipedia gibt es an der Ostküste südlich des Leuchtturms Phare d'Alistro und südlich von Porto-Vecchio mehrere FKK-Urlaubsanlagen und -Strände.
Sind die Strände auf Korsika öffentlich zugänglich?
Ja. Nach korsischer Tradition sind die Strände der Insel öffentlich zugänglich, größere Hotelanlagen in ausländischem Besitz direkt am Strand sind laut Wikipedia die Ausnahme.
Welcher Teil der Küste ist eher felsig als sandig?
Laut Wikipedia besteht rund ein Drittel der mehr als 1.000 Kilometer langen Küste Korsikas aus Stränden, der Rest ist felsig, vor allem an der Westküste rund um die Calanche und das Naturschutzgebiet Scandola.
Quellen und weiterführende Informationen
- Korsika, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Chiappa-Halbinsel, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Porto-Vecchio, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Nonza, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Saint-Florent (Korsika), Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Balagne, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- L’Île-Rousse, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Ajaccio, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
